GOLD

GOLD – Volatilität oder doch stetiger Aufwärtstrend?​

Ende Januar erreichte Gold mit rund 5.600 US-Dollar pro Feinunze ein neues Rekord-Hoch, bevor der Kurs – wie häufig zum Ende des Monats zu beobachten – erheblich in die Knie ging und am letzten Januarfreitag nur noch mit rund 4.700 US-Dollar notierte.

Im Zuge des Kurssturzes kam auch Silber ordentlich unter Druck und böse Zungen sprachen schon davon, dass nun das Ende der Edelmetall-Rallye gekommen sei. Kommentatoren insbesondere von Euro News sprachen von „Goldfieber“ und behaupteten in der Tat, dass Gold „als volatil und mitunter unberechenbar“ gelte. Ist es das wirklich? Warum sprechen Fachleute jedoch stets davon, dass Gold in unwägbaren Zeiten immer ein „sicherer Hafen“ sei?

Daten und Fakten

Wie man jedoch auch sehr schnell erkennen kann, reicht eine erratische Fiskaläußerung des alten Mannes jenseits des Atlantiks schnell wieder für gewohnte Verhältnisse. Trumps Verlautbarungen über neue globale Zölle führten augenblicklich zu Kursschwankungen an der Wall Street und der Goldpreis schoss gleich um 2% wieder in die Höhe.

Betrachtet man die Gesamtentwicklung der letzten 6 oder auch 12 Monate, so fällt der leichte Kurseinbruch, den wir hier kommentieren, kaum ins Gewicht und vergessen wir auch nicht, dass der UNIT – die offizielle Leitwährung der BRICS-Staaten zu 40% mit Gold unterlegt sein soll.

Alleine Chinas Nachfrage nach dem glänzenden Edelmetall übersteigt die jährlichen Fördermengen um ein Vielfaches. Wie war das noch einmal mit dem „sicheren Hafen“? Gleich am ersten Handelstag nach Ausbruch der kriegerischen Kampfhandlungen gegen den Iran stieg der Goldpreis um 2,6% auf ein neues All-Time- High.

Hier die Daten und Fakten:

Wie war denn der Kursrutsch zu erklären? Die Bekanntgabe, dass der frühere Federal-Reserve-Beamte Kevin Warsh, dem nachgesagt wird, nicht vorschnell die Leitzinsen in den Vereinigten Staaten zu senken – kommenden Mai zum Gouverneur der US-Notenbank ernannt wird, ist sicherlich einmal ein Argument für einen starken US-Dollar, was zu Lasten des Goldkurses führt.

Auch ist stets am Monatsende zu beobachten, dass offenbar institutionelle Anleger Gewinnmitnahmen realisieren, um die Gesamtperformance ihrer Portfolios positiv zu gestalten. Wir vertreten die Auffassung, dass das wichtigste Kriterium für einen sinkenden Goldkurs doch der Umstand ist, dass nach wie vor eine enorme Nachfrage durch Notenbanken und großen Fondsanbietern etc. besteht, die das Edelmetall nicht immer zum All-Time-High-Preis kaufen wollen. Man gewinnt den Eindruck, eine Reduktion des Goldkurses wurde künstlich herbeigeführt.

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